In allen drei Disziplinen wird die Vielseitigkeit sowie die Intelligenz des Hundes gleichermaßen gefordert und gefördert. An Hund sowie Hundeführer werden hier hohe Anforderungen gestellt. Die Ausbildung eines geprüften Schutzhundes erfordert sehr viel kynologischen Sachverstand, Selbstdisziplin, Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortung. Besonders geeignet für diesen Sport sind die sogenannten Gebrauchshunderassen:
wAiredale Terrier
wDeutscher Schäferhund
wMalinois
wBoxer
wDobermann
wRottweiler
wHovawart
wBouvier des Flandres
wRiesenschnauzer
Exaktheit und Freudigkeit sind das Merkmale einer guten Schutzhundeausbildung! Damit Sie dies bei uns erreichen können stellen wie Ihnen erfahrene, sowie geschulte Übungsleiter und Helfer zur Verfügung. Die fachlich kompetente Anleitung ist der Grundstock für eine gute Ausbildung. Fehler sollten von Anfang an vermieden werden, weil man sie später nur sehr schwer wieder korrigieren kann.
In zweierlei Hinsicht ist der Schutzhundesport dreigeteilt. Denn in jeder der drei Sparten muss der Hund zum Bestehen der Prüfung eine Mindestpunktzahl erreichen. Außerdem gibt es drei verschiedene Prüfungsstufen (VPG 1 - 3) wobei die Anforderungen stetig gesteigert werden.
SPAß MUSS ES MACHEN, DAS IST DAS ENTSCHEIDENDE AM SCHUTZHUNDESPORT!
Ablauf einer VPG Prüfung:
Abteilung A (Fährtenarbeit):
Bei der Fährtenarbeit muß der Hund in einem Gelände (z.b. Wiese oder Acker),durch den Einsatz seines Geruchsinnes Gegenstände finden und sie seinem Hundeführer durch entsprechendes Verhalten anzeigen. Die Anzahl der Gegenstände sowie die Länge der abzusuchenden Fährte richtet sich nach den einzelnen Prüfungsstufen (VPG 1,2,3).
Es macht besonders viel Spaß, wenn man beobachten kann, wie schon sehr junge Hunde sich dieser Aufgabe stellen. Die Fährtenarbeit ist für jeden Junghund ein guter Einstieg in den Schutzhundesport, denn eine Fährte mit der Nase zu verfolgen ist jedem Hund angeboren. Unter fachlicher Anleitung lernt der Hund sehr schnell auf das Hörzeichen „SUCH“ dass von ihm erwartet wird, die von seinem Hundeführer gelegte Fährte soweit zu verfolgen, bis er am Ende eine verdiente Belohnung erhält. Zertretene Gräser,kleine Lebewesen Verletzung der Erdoberfläche strömen Gerüche aus, welche er von den Umgebungsgerüchen unterscheiden kann. Der Hund lernt der Fährte unter richtiger Anleitung immer weiter zu folgen.
Über die einzelnen Prüfungsstufen steigert sich die Anforderung an den Hund: In der VPG 1 legt der Hundeführer seine Fährte selbst,ab der VPG 2 muß eine Fremdfährte abgesucht werden. Auch erhöht sich die Zeit zwischen Legen und Ausarbeiten der Fährte, sowie die Anzahl der Gegenstände und Richtungsänderungen.
Abteilung B (Unterordnung):
Die Unterordnung bzw. der Gehorsam sind die Basis der gesamten Ausbildung eines Hundes. Sie wird ausgebaut zur Begleithundeprüfung und wird von der VPG 1 bis zur VPG 3 immer anspruchsvoller.
Bei einer BH wird der Hund einmal mit und einmal ohne Leine vorgeführt.
In den Sparten VPG 1 - VPG 3 ist der Hund immer ohne Leine zu führen. Die Unterordnungen sind fast identisch zur Begleithundprüfung.
Allerdings kommen je nach Sparte folgende Übungen hinzu:
•Platz aus dem Laufschritt
•Steh aus der Bewegung
•Steh aus dem Laufschritt
Folgende Übungen sind nach den Laufübungen zu leisten:
VPG 1:
•Bringen des Holzes auf ebener Erde (Gewicht 650 Gramm)
•Bringen des Holzes über die 1 Meter Hürde (Gewicht 650 Gramm)
VPG 2:
•Bringen des Holzes auf ebener Erde (Gewicht 1000 Gramm)
•Bringen des Holzes über die 1 Meter Hürde (Gewicht 650 Gramm)
•Bringen des Holzes über die 1,80 Meter Schrägwand (Gewicht 650 Gramm)
VPG 3:
•Bringen des Holzes auf ebener Erde (Gewicht 2000 Gramm)
•Bringen des Holzes über die 1 Meter Hürde (Gewicht 650 Gramm)
•Bringen des Holzes über die 1,80 Meter Schrägwand (Gewicht 650 Gramm)
Als Abschluss muss der Hund noch "voraus"-gesendet werden:
Der HF geht mit seinem frei bei Fuß gehenden Hund 10-15 Schitte in der ihm angewiesenen Richtung geradeaus. Auf das Kommando „Voraus“ muss sich der Hund mindestens 30 Schritte geradlinig von seinem HF entfernen. Auf Richteranweisung hat sich der Hund auf das vom HF gegebene Kommando „Platz“ sofort abzulegen.
All diese Übungen erfordern sehr viel Fleiß, Zeit,Disziplin und Konzentration. Deshalb müssen hier die Übungsstunden variantenreich und voller Bewegung gestaltet werden,damit der Hund dauerhaft Freude an der Arbeit hat. Es ist für alle ein Genuss einen freudigen, sowie korrekt laufenden Hund bei seinen Übungen wie z.b.Freifolge, Bringen des Holzes, Überspringen der Hürde und Überwinden der Schrägwand zu beobachten.
Abteilung C (Schutzdienst):
Bei der Ausbildung im Schutzdienst nutzt man den vorhandenen Spieltrieb des Hundes und setzt ihn gezielt ein. Hier lernt der Hund auch unter Extrembedingungen auf die Hörzeichen seines Hundeführers zu reagieren.
Neben dem Einsatz bei der Jagd dient der Hund seit er als Haustier gehalten wird dem Menschen als Beschützer seiner Person oder seines Eigentums. Sich für das Rudel einzusetzen,lernt der Welpe schon bei seiner Mutter.Diese Erbanlage wird genutzt und in den Schutzdienst eingebunden.Wichtig für die Sportart „Schutzdienst“ ist,dass der Hund Ausgeglichen,Selbstbewusst,und Nervenstark ist.Dies sind die Grundbedingungen,dass der Hund den geforderten Kampftrieb und Mut gepaart mit dem unabdingbaren Gehorsam zeigen kann.
Im Schutzdienst sind je nach Schwierigkeitsgrad ein bzw. alle Verstecke zu Revieren, den Scheintäter zu stellen und zu verbellen.Bei den Überfällen auf den Scheintäter muß der Hund einen ruhigen und festen Griff zeigen, auf das Kommando „AUS“ den Griff sofort selbständig lösen und die nach Prüfungsordnung geforderten Stockschläge ignorieren.
Leistungen je nach Schwierigkeitsstufe:
VPG 1:
•Revieren um ein Versteck
•Stellen und Verbellen
•Freifolge zum Überfall
•Abwehr eines Überfalls
•Abwehr eines Angriffs mit Lauerstellung
•Entwaffnung des Scheintäters
•Seitentransport zum Richter mit Leine
VPG 2:
•Revieren von 6 Verstecken
•Stellen und Verbellen
•Flucht
•Rückentransport
•Abwehr eines Überfalls
•Abwehr eines Angriffs mit Lauerstellung
•Entwaffnung des Scheintäters
•Seitentransport zum Richter in der Freifolge
VPG 3:
•Revieren von 6 Verstecken
•Stellen und Verbellen
•Flucht
•Rückentransport
•Abwehr eines Überfalls
•Abwehr eines Angriffs mit Lauerstellung
•Abwehr eines Überfalls
•Entwaffnung des Scheintäter
Um eine Vielseitigkeitsprüfung (VPG) bzw. eine Fährtenhundprüfung (FH) absolvieren zu können, muss vorher eine Begleithundprüfung (BH) abgelegt werden. Dazu ist es notwendig in einem Verein, welcher dem VDH (Verein des Deutschen Hundewesens) bzw. der FCI (Federation Cynologique International) angehört, Mitglied zu sein.

-Abteilung B: Unterordnung
VIELSEITIGKEITSPRÜFUNG für Gebrauchshunde (VPG):
Eine VPG-Prüfung besteht aus 3 Sparten:
-Abteilung A: Fährtenarbeit
-Abteilung C: Schutzdienst